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Florenz Hotel La Gioconda. Shopping streets

VIA DE' TORNABUONI E VIA DELLA VIGNA NUOVA

Der Weg nach Oltrarno beginnt am Ponte Vecchio. Hier war einst eines der volkstümlichsten Stadtviertel, heute werden Szenelokale und interessante Handwerkerläden eröffnet. Oltrarno mit seiner starken und weniger abgehobenen Identität gegenüber dem edleren aber auch touristischerem Teil von Florenz stellt noch heute die lebendigere und authentischere Version des mittelalterlichen Florenz dar. Die Florentiner Handwerker, die hier seit Jahrhunderten ihre Läden haben, kämpfen darum, dass ihre Werkstätten nicht in Cafés nach dem letzten Schrei oder in Designboutiquen umgewandelt werden. Kunst, Handwerk und volkstümlicher Geist leben harmonisch zusammen, eingefügt in eine glänzende Szenerie aus Grünräumen, großartigen Denkmälern, Bogengängen und Klöstern. Wenn Sie durch die engen und dunklen aber dennoch faszinierenden Gassen dieses Viertels gehen, können Sie noch Tischlern, Restauratoren antiker Gegenstände, Juwelieren und Rahmenbauern begegnen. Dieser Weg „doc“ beginnt am Ponte Vecchio, der mit seiner Aufstockung durch den berühmten Vasari-Korridor links in die Vorstadt Borgo San Iacopo einmündet.  

Antichità Bambole da collezione Carlo Eleuteri 144 Enologia Galleria d'Arte in Borgo S. Jacopo

Gegenüber der Brücke befindet sich der Turm Torre dei Rossi Cerchi, ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert, unten mit einer Nische mit dem Bacchus von Giambologna. Im ersten Abschnitte, an der Ecke der Via de’ Ramaglianti, stehen sich zwei Wohntürme aus dem 13. Jahrhundert gegenüber: der Belfredelli-Turm und der Barbadori-Turm, während weiter vorn, auf der linken Seite, sich der Marsili-Turm aus dem gleichen Jahrhundert befindet, dessen Portal von einer Verkündigung aus der della-Robbia-Schule geschmückt wird (das Original ist im Atrium des gleichen Palastes). Unter dem Turm ist die Weinhandlung Obsequium, in deren Verkostungsraum man die besten italienischen Weine probieren kann. Wenn Sie weitergehen, ist auf der gegenüberliegenden Seite der schöne dreibögige Portikus der romanischen Kirche San Iacopo sopr’Arno zu sehen. Einige Säulen stammen aus dem 12. bis 13. Jahrhundert, während der Glockenturm 1660 erbaut worden ist. Weiter vorn, Nr. 45, La Casa del ‘900, mit einem riesigen Sortiment an Gläsern und Juwelen im Jugenstil, und Nr. 55, die Werkstatt von Giovanni Maletti, Ausnahmegoldschmied, der eine große Bandbreite an von ihm selbst entworfenen Kolliers und Armreifen ausstellt. Nr. 66, die Werkstatt San Jacopo Show, wo schönste Gliederpuppen (alles Unikate) und andere auch für die Innenausstattung geeignete Objekte hergestellt werden. Nach Überschreitung der Piazza de’ Frescobaldi, kommt man in die Via di Santo Spirito.

Lumi e paralumi Oggetti d'antiquariato Tappeti d'antiquariato

Hier werden die Handwerkerläden dichter gedrängt und wirken einfacher. Bei Castorina kann man Rahmen jeder Form, jedes Stils und jeder Größe zu sehr angemessenen Preisen finden. Gehen Sie weiter, nach der Kreuzung mit der Via dei Serragli, kommen Sie in die typische Vorstadt Borgo San Frediano, die, zusammen mit der Piazza del Carmine, die Zone bildet, wo neue Szenelokale eröffnet werden. Dieser Kontrast zwischen Alt und Neu wird gut sichtbar, wenn man den Antiquitätenhandel beobachtet, il Paralume, von Hunderten Lampen in verschiedenen Stilen besetzt und im klaren Kontrast zu der neuen Punky-Boutique Cristina, die Hüte und Börsen in brillanten Farben von den Philippinen und aus Mauritius verkauft. Nr.135 Casa di bambole, hier bezieht man sich auf die alte Tradition des Handwerks mit den Spitzen und der seinerzeitigen Weißwäsche. Kommen Sie in die Via del Leone, die Werkstatt von Claudio Arezio, Geigenbaumeister und der Laden ferro battuto (Schmiedeeisen) von Filadelfo Scaparro erinnern uns daran, dass Oltrarno noch das Refugium der Florentiner Handwerker bleibt.

Artigiani della scarpa Carte e stampe artistiche Coralli antichi e preziosi Mannequins

Wir könnten noch weiter durch dieses Gassenlabyrinth wandern und uns weiter über das Leben wundern, das anscheinend nach so vielen Jahrhunderten weiterhin auf die gleiche Weise pulsiert, aber wir können nicht umhin stehenzubleiben und an der Piazza del Carmine, die gleichnamige barocke Kirche zu bewundern, die am Ende des rechten Durchgangs die großartigen Fresken der Cappella Brancacci. bewahrt. Der Zyklus mit Geschichten des Alten und Neuen Testaments wurde von Masolino und Masaccio 1424 begonnen und von Filippino Lippi 1480 fertiggestellt. Noch weiter voraus, am Ende der Via Sant Agostino, auf der prächtigen Piazza di Santo Spirito, im mittleren Bereich von einem großen Becken besetzt, entwickelt sich der typische Vorstadtmarkt, in dem sich Marktstände mit Bio-Speisen, ein Flohmarkt und Stände mit Gemüse und frischem Grün abwechseln, das jeden Tag von den Bauern der Umgebung gebracht wird. Der Platz wird von einer Reihe von kleinen köstlichen und entspannenden Lokalen umgeben, typischen Gastwirtschaften, die eigenständige und noch ökonmische Gerichte anbieten sowie modischen Caffè wie Cabiria oder den Caffè Ricchi. Die Fassade der Kirche Santo Spirito von einfacher aber eleganter Form, ragt auf einer Seite des Platzes empor.

San Jacopo sopr'Arno Torre dei Marsili Annunciazione Vini  e prodotti toscani

Das Innere bietet zwischen den Meisterwerken von Brunelleschi den Anblick einer prachtvollen Architektur. Von der Piazza di Santo Spirito, aus gelangt man schnell zur Via Maggio, einstmals Via Maggiore genannt, weil sie die Hauptschlagader war, durch die der florentinische Adel zog, um das Herz der Stadt zu erreichen. Gesäumt von Antiquitätenläden, die häufig in das Innere der großartigen Paläste eingefügt sind, die diese Straße flankieren, ist diese von engen Gassen umgeben, wo Myriaden von Restaurationswerkstätten ihren Platz haben. An der Ecke der Via dei Vellutini befindet sich das Atelier von Bartolozzi und Maioli,voll von Holzstatuen, Mobiles und gigantischen Spiegeln. Wenn man sich zum Ende dieses Wegs begibt, zur Piazza de’ Frescobaldi und über den Ponte Santa Trinitàgeht, betritt man eine der renommiertesten Einkaufsmeilen für Markenartikel, sicher mehr von touristischer Bedeutung, aber doch immer zauberhaft wegen der Eleganz und des guten Geschmacks ihrer Schaufenster, die mit der Schönheit und dem imponierenden Eindruck der historischen sie umgebenden Paläste gut harmonieren.